Termine-Übersicht
Hier finden Sie alle aktuellen Termine zu Veranstaltungen und Angeboten unseres Beratungszentrums.
Termine
AUSGEBUCHT Teil 1 (2-teilig) Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) für die Arbeit mit Menschen mit Borderline-Störung und intellektueller Beeinträchtigung (Teil 1 Theorie 27.10.26, Teil 2 Praxis 01.12.26)
Teil 1 Theorie 27.10.26 09:30 – 15:30 Uhr
Teil 2 Praxis 01.12.26 09:30 – 15:30 Uhr
In der Begleitung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und psychischer Störung ist häufig eine hohe emotionale Ansprechbarkeit und eine mangelnde Impulskontrolle eine Herausforderung für die soziale Umwelt und das Assistenz-Team. Insbesondere betrifft dies Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung.
In der Assistenz dieser Menschen sind nicht ausschließlich kognitiv-basierte Techniken von großer Wichtigkeit. Das DBT-Skills-Training bietet hier ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Das DBToP-gB-Manual von (Hrsg.) Samuel Elstner, Christoph Schade und Albert Diefenbacher ist ein alltagstaugliches Konzept, das konkrete, handlungsbezogene Strategien für die Betroffenen im Umgang mit ihren Schwierigkeiten und Entlastung für die Mitarbeitenden bietet.
In diesem einführenden Workshop werden störungsspezifische und therapeutische Grundlagen vermittelt. Ziel ist, einen Überblick über die DBT und ihre Anwendungen für die Arbeit mit dieser speziellen Zielgruppe zu geben.
Zielgruppe:
Kolleginnen und Kollegen aller klinischen Berufsgruppen, die in der Behindertenhilfe arbeiten und einen Einblick in die DBT-orientierte Arbeit erhalten möchten.
Teil 3 (3-teilig) „Wahrnehmen, ernst nehmen, verstehen und handeln! Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung“
Teil 3 04.11.2026 (Teil 1 + 2 fanden am 21.-22.09.2026 statt)
„Das machst du mit Absicht!“ – „Ja, klar!“
Und welche Absicht steckt dahinter? Handelt es sich um eine gezielte Provokation oder vielmehr um den Ausdruck unerfüllter Grundbedürfnisse, wie dem Wunsch nach Nähe und Beziehung?
In dieser dreitägigen Fortbildung haben Assistent*innen und weitere Fachkräfte aus dem Bereich der Eingliederungshilfe die Möglichkeit, sich mit den Ursachen, Funktionen und Interventionsmöglichkeiten im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen und in Krisensituationen auseinanderzusetzen.
Inhalte der Fortbildung:
Die ersten beiden Tage beschäftigen sich mit theoretischen Hintergründen und praktischen Interventionsstrategien für herausforderndes Verhalten und akute Krisensituationen.
Schwerpunkte:
Grundhaltung und Einstellung im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen
Einfluss von Lebensgeschichte, emotionaler Entwicklung, den kognitiven Fähigkeiten und den individuellen Ressourcen
Äußere Bedingungen und Einflussfaktoren
Erwartungen und Anforderungen an Klient*innen
Stress, Erregungszustand und Möglichkeiten der Selbstregulation
Prävention und der Umgang mit akuten Krisensituationen
Ein besonderer Fokus liegt auf der langfristigen Reduzierung des Erregungsniveaus der Klient*innen sowie der Vorbeugung von Krisen.
Nach den ersten beiden Tagen erhalten die Teilnehmenden Materialien und Transferaufgaben für die Praxis. Diese werden beim dritten späteren Fortbildungstag reflektiert, besprochen und vertieft.
Am Ende der Fortbildung verfügen die Teilnehmenden über fundiertes Wissen zu Ursachen, Funktionen und Handlungsmöglichkeiten bei herausfordernden Verhaltensweisen. Zudem können
sie zwischen präventiven Maßnahmen und Interventionen in akuten Krisensituationen unterscheiden.
Hinweis: In der Fortbildung werden keine körperlichen Schutztechniken geschult.
Pro Teil 150,- € insg. 450,- €
AUSGEBUCHT (2-tägig) "Wenn nichts sicher ist …" – Traumapädagogik – Grundlagen für trauma-sensibles Verstehen und Handeln in der sozialen Arbeit 05.11. + 06.11.26 jeweils 09:30 – 16:30 Uhr
„Wenn nichts sicher ist …“
Traumapädagogik – Grundlagen für trauma-sensibles Verstehen und Handeln in der sozialen Arbeit
Im Zusammenhang mit den fortschreitenden Erkenntnissen der Neurowissenschaften hat sich die Traumapädagogik und ein darauf basierendes pädagogisches Verstehen und Handeln in den psychosozialen Arbeitsfeldern etabliert. Auch in der Eingliederungshilfe in der Begleitung von Personen mit zusätzlich kognitiven Beeinträchtigungen und/oder psychischen Erkrankungen ist ein trauma-sensibles Verstehen unentbehrlich geworden. Sowohl die inneren Zerreißproben von Betroffenen wie auch festgefahrene Interaktionsmuster (Re-Inszenierungen) werden verstehbar und mit diesen tiefen Einsichten möglicherweise auch veränderbar.
Inhalte des Seminars
Ø Was wird unter einem psychisch-seelischen Trauma verstanden?
Ø Neurowissenschaftliche Erkenntnisse und Trauma
Ø Was wird unter Traumatisierung verstanden und welche Folgen hat das für Betroffene?
Ø Die Matrix traumasensiblen Verstehens und Handelns
Ø Was bedeutet das im eigenen Arbeitskontext? Transfer?
Ziel des Seminars
Das Seminar versteht sich als Annäherung und Überblick. Ziel ist es, mehr Bewusstsein und Sensibilität im Umgang mit betroffenen Menschen zu entwickeln und die eigenen Handlungsoptionen zu überprüfen und zu erweitern.
Methodik
Theorie-Input, Austausch und Reflexion, Arbeiten mit Fallbeispielen und Fragestellungen der Teilnehmer*innen, je nach Bedarf auch szenische Aufstellungen
Die Bereitschaft zur Selbstreflexion wird vorausgesetzt.
AUSGEBUCHT 2-tägig: DOKI® Krisenintervention Seminar (09.11.26 und 10.11.26)
DOKI® steht für Dialogorientierte Krisenintervention. Das Handlungskonzept findet Anwendung bei Konfliktsituationen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Menschen mit intellektuellen Entwicklungsstörungen. Gewalt kann jeden von uns beeinträchtigen, verändern und sogar gewalttätig werden lassen. DOKI® bietet eine intensive Entwicklungsbegleitung, die hilft, Gewalt zu verstehen, zu intervenieren und sich davor zu schützen ohne zu verletzen. Bei gewaltsamen Konflikten ist es von großer Bedeutung, den Dialog aufrechtzuerhalten, Sicherheit zu geben, und die Selbstregulation zu fördern.
Alle DOKI®-Seminare im Beratungszentrum Alsterdorf in Hamburg sind offen für alle Interessent*innen. Die Veranstaltungen richten sich an Erfahrene, Anfänger, Menschen mit einem Problemverhalten und Angehörige, die miteinander arbeiten und voneinander lernen wollen.
COACHING
Möchten Sie den Ansatz vom DOKI® in Bezug auf einen konkreten Fall anwenden und sich dabei individuell coachen lassen? Sprechen Sie uns bitte an. Wir fahren zu Ihnen und begleiten Sie von der Diagnose, über die Krisenintervention bis zur Alltagsgestaltung.
2-tägig Angst- und Zwangsstörungen im Rahmen der Assistenzarbeit – wenn Zwänge das Leben bestimmen vom 11.-12.11.2026
Angst- und Zwangsstörungen sind häufige Erkrankungen mit komplexer, biopsychosozialer Entstehung. Phobische Störungen werden durch eindeutige, eigentlich ungefährliche Situationen ausgelöst und lösen häufig ein starkes Vermeidungsverhalten aus. Bei Panik- und generalisierten Angststörungen kommt der Leidensdruck durch das Angsterleben selbst. Bei Zwangsstörungen treten immer wiederkehrende Gedanken, Impulse und Verhaltensweisen auf, die als belastend erlebt werden. Dies alles kann das soziale und Assistenzumfeld stark beeinträchtigen. Ziel des Seminars ist die Erweiterung der eigenen Handlungskompetenz für den Umgang mit Menschen mit Ängsten und Zwängen.
Fortbildungsinhalte:
- Informationsvermittlung über die Symptomatik der Phobischen, anderen Angststörungen und Zwangsstörung
- Verstehen der Entstehungsmodelle der Phobischen, anderen Angststörungen und Zwangsstörung
- Grundprinzipien der Therapie
- praktisch-pädagogische Möglichkeiten im Umgang mit Menschen mit Phobischen, anderen Angststörungen und Zwangsstörung
Nur für Klient*innen: „Wie geht das mit dem Fühlen und Lieben?“ – Ich, mein Körper, meine Lust und meine Sexualität! (für Klient*innen)
Zielgruppe:
Diese Veranstaltung wendet sich an Menschen mit Beeinträchtigung. Wer mag, kann gern eine Begleitung mitbringen. Ziel ist es, einen positiven und lustvollen Blick auf den eigenen Körper zu bekommen.
Wir beschäftigen uns mit den Fragen:
- Was finde ich an mir besonders?
- Was finde ich an mir schön?
- Was finde ich an einer anderen Person schön?
- Wie können wir unseren Körper spüren?
- Was macht mir Lust?
- Wie kann ich mir selber schöne Gefühle verschaffen?
„Wege aus der Erschöpfung – Resilienz stärken“ 16.11.2026
In der Arbeit haben wir mit unterschiedlichsten Anforderungen an uns und unsere Kräfte zu tun: schwierige Interaktionsmomente mit Klient*innen/Patient*innen/Kolleg*innen, institutionelle Rahmenbedingungen, fachliche Herausforderungen…
Dies kann manchmal oder länger andauernd zu einem Zustand der Erschöpfung führen, wenn wir den Eindruck haben, diesen Anforderungen nicht mehr gerecht werden zu können oder zu wollen.
In diesem anderthalbtägigen Seminar soll es um folgendes gehen:
- Woran erkenne ich Erschöpfungszustände?
- Was können Hintergründe von Erschöpfung sein?
- Wie lässt sich Erschöpfung überwinden?
- Wie kann ich der Erschöpfung in der Arbeit vorbeugen?
Neben kurzen Inputs sollen insbesondere praktische Übungen dem Ziel dienen, handlungsfähiger im Umgang mit Erschöpfung bei mir und anderen zu werden.
Bausteine der Krisenintervention
Menschen, die in der Assistenzarbeit tätig sind und auf Menschen treffen, die sich in krisenhaften Lebenssituationen befinden, kennen die Gefühle von Wut, Angst, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Ohnmacht.
Im Seminar befassen wir uns mit dem nordhessischen >>Bausteine-Modell<< und suchen Antworten auf die Fragen: Wie verhalten wir uns in Momenten von Eskalation? Wie schütze ich mich? Wie erschließe ich mir die Situation des Gegenübers?
Methoden: Perspektiven aus Theorie und Praxis verbinden sich mit eigenen Praxiserfahrungen. Wir arbeiten z.T. introspektiv und immer praxisorientiert, reflexiv und analytisch, mit Stift und Zettel und mit Herz und Verstand.
Zielgruppe: Pädagogische und pflegerische Fachkräfte und Leitungen, die sich im Ausschreibungstext wiederfinden oder die neu im Feld von Krisenintervention sind
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) – Psychotraumatologie
Menschen können auf vielfältige Art und Weise traumatisiert werden. Die daraus resultierenden Folgen, Symptome und Störungen sind mehrschichtig und bedürfen ein spezielles Wissen und einen darauf abgestimmten Behandlungsplan. Dieses Seminar bietet Einblick in die Grundlagen der Traumafolgestörungen und stellt therapeutische Interventionsmaßnahmen vor.
Unter Druck! Effektive Verringerung von Anspannung und Aggressionen bei Menschen mit Beeinträchtigung durch einfache Interaktionsstrukturen.
„Unter Druck! Effektive Verringerung von Anspannung und Aggressionen bei Menschen mit Beeinträchtigung durch einfache Interaktionsstrukturen“
Vermittlung von Handlungsansätzen und Strategien, die wir als Fachkräfte der Behindertenhilfe, sowie andere betreuende Personengruppen, selbst anwenden, um den Klient*innen dadurch aktiv und nachhaltig zum Anspannungsabbau zu verhelfen.
Zielgruppe:
Mitarbeiter*innen der Behindertenhilfe, Angehörige und weitere Personengruppen, die Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung (leicht bis schwer) betreuen. Das Seminar ist auch für Mitarbeiter*innen oder Angehörige geeignet, die Menschen mit zusätzlicher Autismus-Spektrum-Störung betreuen.
Beschreibung:
Latente anhaltende oder steigende Anspannung, bis hin zu aggressiven Impulsdurchbrüchen – Herausfordernde Momente in der Betreuung von Menschen mit verschiedensten kognitiven Beeinträchtigungen. Doch wo ansetzen, wenn nicht immer ersichtlich ist woher die Anspannung kommt? Oder wo ansetzen, wenn der/ die Klient*in wegen akuter Anspannung gar nicht mehr kontaktierbar ist? Wie gehe ich mit meiner eigenen Anspannung um, wenn der/ die Klient*in immer unruhiger wird? Wie können wiederkehrende Anspannungskreisläufe durch Verhaltensbeobachtungen und -Reflexion gänzlich durchbrochen werden?
Diese und mehr Fragen werden in diesem Seminar besprochen und beantwortet. Weitere Inhalte sind:
- Raum für Austausch – ggf. Fallbesprechungen
- Kurzer theoretischer Input – Vorstellung ausgewählter Konzepte
- Übertrag Theorie – Praxis
- Sensibilisierung: Faktor Kommunikation
- Vermittlung konkreter praxisnaher Handlungsansätze
(Bitte beachten Sie, dass der Fokus dieser Fortbildung auf uns – als betreuende Bezugspersonen – und auf der Vermittlung entsprechender Interaktions- und Handlungsansätzen liegt.)
(2-tägig) Psychische Störungen bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung vom 25.-26.11.2026
Psychische Störungen bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung am 25.11.26 und 26.11.26
Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen erkranken signifikant häufiger an psychischen Störungen als die Allgemeinbevölkerung. Das stellt in der Assistenzarbeit häufig eine besondere Herausforderung dar.
In diesem Seminar werden neben entwicklungspsychologischen Grundlagen einzelne Krankheitsbilder wie Depression und Schizophrenie in ihren Ursachen, Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten dargestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Frage: …und was heißt das jetzt für die Assistenz?! Wie lassen sich Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und psychischer Erkrankung im Alltag unterstützend begleiten? Gerne orientieren wir uns dabei an konkreten Beispielen aus der Praxis der Teilnehmer*innen.
Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
Die Symptomatik der ADHS-Störung, die oft im Kindes- und Jugendalter in Erscheinung tritt, besteht bis in das Erwachsenenalter fort und hat bei betroffenen Personen Einfluss auf Verhalten und Erleben im Alltag. ADHS ist mit einer Anzahl von anderen psychischen Erkrankungen verbunden, was zu komplexen Anforderungen an die Diagnostik und Therapieplanung im Erwachsenenalter führt.
Dieses Seminar gibt Einblicke in die Entstehungsmodelle der ADHS bei Menschen mit und ohne kognitive Entwicklungsstörungen und stellt praktische therapeutische Interventionsmaßnahmen vor.